Landesmeisterschaft in Bremerhaven von Seestadt- Vereinen dominiert.

Bremerhaven. Titel und Medaillen bleiben in Bremerhaven: Bei der Landesmeisterschaft im Karate konnten Nippon Bremerhaven und der SFL Bremerhaven den Großteil der Platzierungen gewinnen. Von 41 Entscheidungen des Turniers in der Bogenstraße gingen dabei allein 21 Titel an Nippon, acht an die SFL. Mit dem TuS Huchting und fünf Titeln landete ein bremischer Verein auf Rang drei des Medaillenspiegels.

Nippons Dominanz ist damit im Bremer Karate Verband e.V. weiter ungebrochen, auch bundesweit war das Seestadt-Dojo 2019 unter den Top 4 der Vereine. Medaillengaranten waren wie erwartet Aidan und Aaric Lück in der Kata und Edgard Merkine im Kumite. „Die Arbeit Nippons ist sehr beachtlich“, sagt auch BKV-Präsident Reiner Zimbalski. Dennoch müssten sich die anderen Vereine überhaupt nicht verstecken. „Wir haben auf der Landesmeisterschaft wieder durch die Bank hervorragende Leistungen gesehen. Das zeigt, wie gut die Heimtrainer arbeiten und welches Potenzial wir als kleiner Landesverband in Deutschland haben.“

Insgesamt waren an der Meisterschaft, die erstmals seit 2015 wieder in Bremerhaven stattgefunden hat, über 180 Karateka am Start, von den ganz jungen Nachwuchsathleten der Kinderklassen bis zur Ü45- Masterklasse. Ausgerichtet wurde die Meisterschaft dabei von der SFL, die mit über 30 Helfern die Halle bestückte und für einen reibungslosen Ablauf sorgte. „Das ist besonders wichtig“, betont BKVSprecher Frank Miener. Ein solches Turnier zu stemmen, sei eine große Leistung und für einen Verein heutzutage nicht mehr selbstverständlich.

Umso mehr freue den Verband, dass die Veranstaltung problemlos über die Bühne gegangen ist und alle Beteiligten topmotiviert waren. Karate-Meisterschaften werden dabei immer anspruchsvoller, und das zeigt sich auch auf der vermeintlich kleinen Landesebene. Durch das olympische Debüt der japanischen Kampfkunst im Sommer 2020 in Tokio haben sich sowohl die athletischen als auch die organisatorischen Anforderungen in den vergangenen Jahren deutlich erhöht.

„Karate ist durch die Olympiateilnahme auf ein anderes Level gehoben worden“, sagt Zimbalski. Das merke man den Sportlerinnen und Sportlern an, die sehr motiviert trainieren und dadurch einen großen Schub erhalten habe – auch wenn nach Tokio erst einmal Schluss mit Olympia ist. „Im Moment wird aber sehr stark daran gearbeitet, dass spätestens 2028 in Los Angeles wieder Karate-Wettkämpfe unter den Ringen zu sehen sind“, ergänzt der BKV-Präsident.
Das wäre auch für das Karate in Bremen wichtig. Denn derzeit verfügbare Fördermittel sind an den olympischen Status gekoppelt, so dass die zukünftige Arbeit im Leistungssportbereich auf Dauer nur durch eine langfristige Aufnahme auf einem hohen Niveau gehalten werden kann. „Daher ist auch diese LM eine sehr gute Werbung für den Sport gewesen“, sagt Zimbalski. Denn auch hier habe man schon gesehen, wie sich die Förderung auswirken kann, die der BKV in den vergangenen vier Jahren nutzen konnte.
Für die Sportler/-innen geht es im Übrigen sofort weiter: Bereits am kommenden Wochenende ist die Deutsche Meisterschaft und der Start der in diesem Jahr wieder auferstandenen Karate-Bundesliga in Hamburg.




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